Die SÜLZLE KOPF SynGas Stützfeuerung

SynGas Modul Stützfeuerung

Die Lösung der Stützfeuerung richtet sich an Kraft- und Zementwerke, die trotz des neuerlichen Verbots der Vermischung von Klärschlammaschen mit Aschen anderer Brennstoffe (AbfKlärV), eine Mitverbrennung von Klärschlamm durchführen möchten. Mit dem SynGas Modul Stützfeuerung wird der Klärschlamm in einem separaten SynGas Wirbelschichtreaktor vergast und das Synthesegas dem Kraftwerk oder Zementwerk als gasförmigen Ersatzbrennstoff zugeführt.

Die entstehende Klärschlammasche wird dabei unvermischt aufgefangen und steht wie bei unseren anderen Lösungen und in gleicher, dekontaminierter und kohlenstoffarmen  Qualität zur weiteren Verwertung bzw. potenziellen Phosphorrückgewinnung zur Verfügung. Der Aufwand zur Synthesegasaufbereitung vor dem Übergabepunkt zum Kraftwerk kann je nach Bedarf des Kunden angepasst werden.

Vorteile der SynGas Stützfeuerung:

  • Mitverbrennung von Klärschlamm bei gleichzeitiger Trennung der Asche gemäß AbfKlärV
  • Nutzung der vorhandenen Infrastruktur des Kraftwerks zur Wärmerückgewinnung/Abgasreinigung
  • Minimale Investitions- und Betriebskosten für einen lukratives Klärschlammentsorgungsgeschäft
  • Einfachste und über Jahre bei uns bewährte Technologie der Wirbelschichtvergasung

Prozessbeschreibung: Stützfeuerung

Thermische Behandlung

Aus dem Silo wird Klärschlamm mit einem Trockengehalt von 85% – 95% (1) zusammen mit Kalkstein (2) in den Wirbelschichtvergaser (3) gefördert. Der beigemischte Kalkstein bindet Schwefel und ist somit die erste Entschwefelungsstufe. Die hohe Vergasungstemperatur von 850 °C sorgt für die vollständige Zerstörung aller Giftstoffe im Klärschlamm sowie für die Entfernung von Schwermetallen, wie z.B. Quecksilber oder Cadmium, aus der wertvollen Klärschlammasche. Sie sorgt dafür, dass der lebenswichtige Phosphor im Aschegranulat bedenkenlos wieder verfügbar gemacht werden kann, z.B. als Dünger. Über eine Schleuse wird das so gut wie kohlenstofffreie Aschegranulat (4) dem Prozess entnommen und gesammelt.

Synthesegasreinigung und -kühlung

Das im Wirbelschichtvergaser erzeugte Synthesgas wird in einem Zyklon (5) grobentstaubt bevor die fühlbare Wärme des Synthesegases in einem Wärmeübertrager (6) genutzt wird, um die Vergasungsluft vorzuwärmen. Das gekühlte Synthesegas kann in einem Feinfilter (7) weiter aufbereitet werden.

Stützfeuerung von SÜLZLE KOPF SynGas

Verbrennung des Gases

Das gekühlte und entstaubte Synthesegas wird über eine spezielle Lanze in den Brennraum des Kraftwerks eingebracht und dort verbrannt. So wird die Energie im Kraftwerksprozess mit hohem Wirkungsgrad nutzbar gemacht ohne, dass die Klärschlammasche mit den anderen Aschen verdünnt wird.

Rauchgasreinigung

Die Rauchgasreinigung findet ohne weitere Änderungen im Kraftwerksprozess gemeinsam mit den Abgasen des Kraftwerks statt. Die Rauchgasreinigung wird ggf. sogar entlastet, da die Verbrennung des Synthesegases deutlich sauberer erfolgen kann als die Verbrennung des Feststoffes.